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Bewerbungen von Freelancern absagen: So machst Du es richtig

Mann sitzt vor Laptop und tippt auf der Tastatur

Absagen sind nicht nur bei Bewerbungen für eine Festanstellung selbstverständlich. Täglich gibt es in vielen Branchen auch Bewerbungen von Freelancern. Du hast die Bewerbung von einem Freelancer erhalten und benötigst diesen nicht oder hast Dich für einen seiner Kollegen entschieden? In diesem kompakten Ratgeber ist für Dich zusammengefasst, was rund um die Absage wichtig sein sollte.

Freelancer, deren Dienste aktuell nicht benötigt werden, ärgern sich zu Recht, wenn sie von potentiellen Auftraggebern nicht einmal eine Absage erhalten haben. Denn einerseits verschafft ihnen auch eine Absage ein Stück Planungssicherheit für ihr weiteres unternehmerisches Engagement. Zudem ist es natürlich auch eine Frage des Respekts und des Anstands, dem Freelancer zumindest eine Absage zu erteilen, wenn man diesen aktuell nicht beschäftigen kann.

Schriftlich oder telefonisch absagen?

Das ist eine Frage, die man pauschal so nicht beantworten kann. Zunächst solltest Du die Art der Bewerbung des Freelancers unter die Lupe nehmen. Hat er sich bei Dir schriftlich beworben, ist es in vielen Fällen auch richtig, die Absage schriftlich zu gestalten. Hat er sich dagegen in einem Telefonat bei Dir beworben, kannst Du ihm natürlich auch mit diesem Medium mitteilen, wenn Du aktuell keinen Job für ihn hast.

Manchmal kann es jedoch auch Sinn machen, einer schriftliche Bewerbung mit einer telefonischen Absage zu begegnen. Das kann beispielsweise dann der Fall sein, wenn Dich die Bewerbung neugierig gemacht hat und Du noch mehr über den Freelancer erfahren möchtest. Im Gespräch kannst Du herausfinden, ob ihr grundsätzlich zusammen passt und dem Freelancer sagen, dass Du bei einem Deiner nächsten Projekte seine Leistungen berücksichtigen würdest. So kann aus einer Absage trotzdem noch eine fruchtbare und stabile geschäftliche Beziehung werden.

Den richtigen Tonfall treffen

Natürlich spielt auch der Tonfall, mit dem die Absage formuliert worden ist, eine wichtige Rolle. Jeder Mensch hat das Recht auf eine respektvolle Antwort. Denn bereits die Absage ist enttäuschend und ein unfreundliches Schreiben sollte nicht noch zusätzlich negativ wirken. So solltest Du berücksichtigen, dass Du vielleicht trotzdem einmal die Dienste dieses Freelancers benötigst.

Ein Beispiel: Für ein wichtiges Projekt hast Du eine Ausschreibung gemacht. Zwei Freelancer haben sich beworben. Dem einen Freelancer hast du die Zusage erteilt, dem anderen Freelancer aber eher kühl abgesagt. Mit dem ersten Freelancer funktioniert die Zusammenarbeit nicht oder dieser wird krank. Du bist nun auf den zweiten Freelancer angewiesen, dem Du nicht gerade freundlich abgesagt hast. Das kann natürlich ungünstig sein und sich als Bumerang erweisen.

Du solltest auch berücksichtigen, dass sich die Freelancer in vielen Branchen untereinander durchaus kennen. Es kann für Dich daher ein Nachteil sein, wenn Du Dich als unfreundlicher oder gar unseriöse Auftraggeber dargestellt hast. Natürlich gilt auch im modernen Business der Grundsatz: Behandle andere Menschen so, wie auch Du behandelt werden möchtest.

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Die Absage begründen: ja oder nein?

Es besteht generell kein Anspruch, dass eine Absage zu begründen ist. Dies gilt auch für die Bewerbung des Freelancers. Doch natürlich profitiert der Kollege von einer begründeten Absage. Insbesondere dann, wenn es sich um einen jungen und unerfahrenen Freelancer handelt, ist es für diesen wichtig, welche Gründe es für Deine Absage gegeben hat. Hast Du eine Vielzahl von Bewerbungen erhalten, kannst Du aber natürlich auch ein pauschales Absageschreiben verwenden. Doch zumindest dann, wenn der Freelancer telefonisch bei Dir nachhaken sollte, wäre es natürlich schön und respektvoll, wenn Du ihm Deine Absage begründen könntest. Zum einen wird er davon für seine weitere berufliche Tätigkeit unter Umständen profitieren. Zum anderen erweist Du Dich als fairer Auftraggeber und vielleicht kann es später einmal zu einer gemeinsamen erfolgreichen Zusammenarbeit kommen.

Diskriminierungen unbedingt vermeiden!

Dass niemand wegen seiner Religion, seinem Geschlecht, einer Behinderung oder einem ähnlichen Grund rund um eine Bewerbung benachteiligt werden darf, sollte Allgemein bekannt sein. Daher ist es logisch, die Absage für einen Freelancer so zu formulieren, dass eine solche Begründung nicht integriert ist. Diese kann durch den Freelancer sogar angefochten werden. Außerdem machst Du Dich angreifbar, weil Du die grundlegenden Rechte nicht berücksichtigt hast. Prüfe die Formulierungen Deiner Absagen auch für Freelancer deshalb ganz genau, damit Du in diesem heute wirklich wichtigen Zusammenhang rechtssicher und menschenfreundlich agierst.

Dem Freelancer absagen

Ein professionelles Absageschreiben sollte einige wichtige Bestandteile enthalten. Die Struktur kann dem klassischen Geschäftsbrief folgen. Das A und O ist, dass Du konkret Bezug nimmst und die Bewerbung zu einem bestimmten Projekt oder die Initiativbewerbung thematisiert. Eine Begründung der Absage ist nicht erforderlich, aber natürlich ein Zeichen von Respekt. Unaufgefordert eingesandte Arbeitsproben müssen durch Dich nicht zurückgeschickt werden.

Fazit

Die Absage für den Freelancer sollte eine respektvolle Selbstverständlichkeit sein. Für beide Parteien ist sie effizienter Bestandteil im täglichen Business. Wenn Du die relevanten Dinge dabei beachtest, kann sich auch aus einer Absage noch eine wertvolle Kooperation entwickeln.

freelanceXpress Team

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