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Design Briefing: Diese Fragen solltest Du klären!

Design-Briefing

Ein gutes Design beginnt mit einem guten Design Briefing. Bevor der Designer mit der Arbeit beginnen kann, sind zunächst einige wichtige Aspekte zu klären.

Sowohl Auftraggeber als auch Designer unterschätzen oft die Bedeutung eines guten Design Briefings. Die Entwicklung erfolgreicher Logos sowie anderer Auftragsarbeiten steht und fällt mit einer strukturierten Einweisung, wie sie nur ein Design Briefing bietet. Schon deshalb sollte nie darauf verzichtet werden. Gerade Freelancer sollten immer an diese Notwendigkeit denken, weil bei ihnen die Gefahr einer Ablehnung ihrer Entwicklung aufgrund der entsprechenden vertraglichen Gestaltungen größer ist als bei Agenturen oder größeren Firmen.

Design Briefing

In einem Design Briefing konkretisiert der Auftraggeber seine genauen persönlichen Vorstellungen zum beauftragten Design. Das Briefing unterscheidet sich hier von einer bloßen Auftragsbeschreibung, weil es in strukturierter Art und Weise alle wichtigen Eckpunkte für die Entwicklung eines Logos oder eines anderen Designs auflistet. Kreative Gestalter und Designer können aus einer reinen Auftragsbeschreibung häufig nicht genau erkennen, worum es dem Kunden am Ende wirklich geht. Da das Empfinden für die Ästhetik eines Designs auch sehr subjektiv ist, kommt es ohne ein kompetentes Design Briefing häufig zu Missverständnissen. Das kann am Ende den ganzen Auftrag gefährden und zu Frustrationen auf beiden Seiten der Entwicklung führen. Insbesondere auch Auftraggeber sollten sich darüber im Klaren sein, dass ein Designer die eigenen Vorstellungen am besten umsetzen kann, wenn er möglichst gute und konstruktive Informationen vom Auftraggeber erhält. Der Teufel steckt hier wie in vielen Bereichen im Detail. Wie also sollte ein gutes Design Briefing aussehen und welche Elemente muss es enthalten?

Die Checkliste für ein überzeugendes Design Briefing

Mit den folgenden Punkten kann ein Design Briefing mit Leben gefüllt werden. Die Checkliste sorgt dafür, dass kein wichtiger Aspekt vergessen wird und dass eine strukturierte Abarbeitung möglich ist.

Projekttitel

Der Projekttitel gibt einen ersten Eindruck zum Thema des Auftrags und kann zugespitzt bereits einige Hinweise dazu enthalten, worauf es dem Auftraggeber am Ende wirklich ankommt. Zudem lenkt er die Aufmerksamkeit des Freelancers bei öffentlichen Ausschreibungen und legt die benötigte Expertise fest.

Umfang des Auftrags

An dieser Stelle wird ausgeführt worum es im Auftrag tatsächlich geht. Soll ein Logo Design, ein Corporate Design oder etwas anderes entwickelt werden. Sind mehrere Designs gefragt, die miteinander in Beziehung stehen?

Zweck des Designs

  • Wer benötigt warum dieses konkrete Design und wo soll es eingesetzt werden?
  • Worauf zielt das Design konkret ab?

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Zielgruppe

  • An wen richtet sich das entwickelnde Design?
  • Welche Zielgruppe soll das Design ansprechen?

Produkt oder Service

  • Welche Produkte oder Services bietet der Auftraggeber an?
  • Welche davon sollen konkret beworben werden?
  • Wo lässt sich ein bestimmter Mehrwert für Kunden herausarbeiten?
  • Wie werden die Produkte oder Dienstleistungen bisher verstanden und vom Markt angenommen?

Wettbewerb und Konkurrenz

  • In welchem geschäftlichen Umfeld bewegt sich der Auftraggeber mit seinen Produkten und Dienstleistungen?
  • Wie lässt sich ein angemessener Abstand zu Designs und Logos des Wettbewerbs herstellen?
  • Worauf muss hier besonders geachtet werden?
  • Wo besteht die Gefahr, die Rechte Dritter zu verletzen?
  • Sind etwa Markenrechte zu beachten?

Das besondere Plus für ein professionelles Design Briefing

Referenzen und Beispiele

  • Kann der Auftraggeber Beispiele benennen, die seiner Vorstellung besonders nah kommen?
  • Hat der Auftraggeber sich bereits für einen bestimmten Stil oder in bestimmter Weise für ein Corporate Design entschieden?
  • Soll Vorhandenes jetzt ergänzt oder erweitert werden?
  • Gibt es auf der anderen Seite Beispiele, die der Auftraggeber für sein eigenes Design umfassend ablehnt und auf keinen Fall akzeptieren würde?

Dateiformate

  • Sind für die Entwicklung bereits bestimmte Dateiformate vorgesehen, existieren solche Bearbeitungen schon oder hat der Auftraggeber dazu ganz konkrete Vorstellungen?
  • Wurde in der Vergangenheit mit ganz bestimmten Tools gearbeitet, die der Auftraggeber auch hier einsetzen möchte?
  • Existieren für das zu entwickelnde Logo oder Corporate Design bestimmte Slogans oder Claims?
  • Sollen grafische Elemente, die bereits vorhanden sind, in die Entwicklung eingebaut werden?

Budget

  • Welches Budget hat der Auftraggeber für die Entwicklung seines Logos/seines Designs eingeplant?
  • Wo liegt seine Schmerzgrenze für die Kosten?

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Zeitplan

  • Welchen Zeitplan hat der Auftraggeber sich für die Entwicklungsarbeit vorgestellt?
  • Gibt es bestimmte Deadlines?

Fazit: Ohne ein gutes Design Briefing bleibt zu viel offen

Auch, wenn mancher Auftraggeber zunächst den Aufwand für ein gutes Design Briefing gern vermeiden möchte, sollten Auftragnehmer wie Freelancer auf diese Einführung in den Auftrag bestehen. Am Ende haben beide Seiten sehr viel davon, weil die Wahrscheinlichkeit sehr groß ist, dass der Auftrag erfolgreich zu Ende geführt wird und das entwickelte Produkt den Vorstellungen des Auftraggebers tatsächlich entspricht.

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