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Unsere Freelancer im Interview: Elise Graf

Elise Graf arbeitet als Website-Texterin und Klarheitsmentorin. Sie hat sich mit ihrer Marke „Hier & Text“ auf empathische SEO-Texte für Coaches, Therapeuten sowie kreative und spirituelle Dienstleister spezialisiert. Themengebiete, bei denen sie besonders gut unterstützen kann, sind Persönlichkeitsentwicklung, spirituelle Dienstleistungen wie Feng Shui oder Yoga und alternative Heilmethoden. Auch sensible Themen, bei denen Fingerspitzengefühl gefragt ist, sind bei ihr in guten Händen. Erfahre jetzt mehr über Elise.

Woher kommst Du? Seit wann bist Du selbstständig? Was hast Du gelernt bzw. vor der Selbstständigkeit ausgeübt? In welchem Bereich hast Du Dich spezialisiert, bzw. was ist Dein Fachgebiet?

Ich bin Elise und arbeite als Website-Texterin und Klarheitsmentorin. Mit dem professionellen Texten habe ich 2016 begonnen und anfangs alle Branchen bedient. Ich habe schnell gemerkt, dass konservativere Branchen und Unternehmen nicht zu mir passen und allen gedient ist, indem ich mich auf meine Herzensthemen konzentriere.

Mein momentanes Spezialgebiet sind empathische SEO-Texte für Coaches, Therapeut*innen sowie kreative und spirituelle Dienstleister*innen. Mit meiner Arbeit helfe ich meinen Kund*innen, mehr Besucher*innen auf ihre Website zu locken und in zahlende Kundschaft zu verwandeln. Gleichzeitig möchte ich Unternehmer*innen Mut machen, sich authentisch nach außen zu präsentieren und die eigenen Ecken und Kanten liebevoll anzunehmen. 

Besonders wichtig ist mir, auf Businessblabla zu verzichten und stattdessen Mitgefühl, Herz und Persönlichkeit in die Texte einfließen zu lassen. Denn es geht nicht mehr nur darum, den eigenen Expertenstatus zu unterstreichen, sondern mit Texten echte Verbindungen zu schaffen und das Vertrauen der Netzgemeinde für sich zu gewinnen.

Was hat für Dich den Ausschlag für das freiberufliche Leben gegeben und mit welchen Problemen hattest Du zu Beginn der Tätigkeit zu kämpfen?

Ich habe immer gern geschrieben, fotografiert und zuletzt neben meinem Soziologie-Studium ehrenamtlich als Redakteurin für ein Freiburger Independent-Magazin gearbeitet.

Kreativ sein zog sich wie ein roter Faden durch meine Biografie.

Als ich 2016 nach meinem Master-Abschluss auf Jobsuche war, bekam ich die Projektanfrage einer Agentur. Sie wollte mich zwar nicht fest einstellen, aber als Texterin auf freiberuflicher Basis mit ins Boot holen. Mein erstes Projekt und gleichzeitig der Auftakt meiner Selbstständigkeit! Der Weg zur kreativen Freelancerin war also alles andere als perfekt durchgeplant.

Meine größte Anfangshürde war aus heutiger Sicht, Kunden anzuziehen, die wirklich zu mir passen. Anfangs habe ich mich nämlich nicht getraut, mich klar zu positionieren. Zudem fehlte mir die Erfahrung „im Feld“. Ich konnte schlicht nicht einschätzen, welche Zielgruppe ich besonders gut mit meiner Arbeit unterstützen kann.

Wie sieht ein ganz normaler Arbeitstag für Dich als Freelancer aus?

Immer ein wenig anders. 🙂 Die Freiheit, meinen Tag entspannt produktiv zu gestalten, ist eine Sache, die ich an meiner Selbstständigkeit besonders schätze. Morgens starte ich in der Regel mit Yoga und Journaling, um mich auf den Tag einzustimmen. Danach stehen E-Mails, Bürokram und Telefonate an. Auch Weiterbildung verlege ich lieber auf den Morgen. Nachmittags ist meine Kreativphase. Dann konzipiere und schreibe ich.

Zu meinem Pflichtprogramm gehört ein ausgedehnter Spaziergang am frühen Abend. Weil ich im Home Office arbeite, ein absolutes Muss. Außerdem kommen mir beim Laufen die besten Ideen für Kundenprojekte und Social-Media-Posts.

Welche Tipps würdest Du Deinen Freelancer Kollegen mit auf den Weg geben, um erfolgreicher bei der Job-Gewinnung zu sein?

Meine Zauberformel für die Kundengewinnung lautet Sichtbarkeit. Hör auf, deine Zeit in Bewerbungen zu investieren. Teile stattdessen lieber für deine Zielgruppe nützliche Inhalte auf Facebook, LinkedIn und Instagram. Schreibe Artikel für deinen Blog oder Gastbeiträge für Magazine, die von deinen Wunschkunden gelesen werden. Vernetze dich mit Kollegen. Meistens ergeben sich tolle Aktionen, die dir helfen, deine Reichweite zu steigern. Indem du sichtbar wirst, kannst du dir eine treue Community aufbauen und dich als Experten etablieren, an dem niemand so schnell vorbeikommt.

Besonders wichtig: Setze bei deinem Marketing auf mehrere Pferde. Gerade Social-Media-Accounts können schnell mal gehackt oder gesperrt werden – selbst wenn du überhaupt nichts falsch gemacht hast. Stell dich lieber breiter auf und bediene mehr als einen Kanal. Damit das unkompliziert bleibt, kannst du dieselben Inhalte (eventuell leicht angepasst) auf mehreren Plattformen teilen und sogar alte Posts nach einer bestimmten Zeit wiederverwenden.

Wie vermarktest Du Dich selbst und Dein Freelancer Business?

Das Herz meines Marketings besteht aus meiner Website und einem dazugehörigen Blog. Durch die Suchmaschinenoptimierung und über Pinterest kommen regelmäßig Besucher auf meine Website und Auftragsanfragen in mein Postfach. Außerdem bin ich auf LinkedIn aktiv und poste dort regelmäßig nützlichen Content. Dieselben Inhalte verwerte ich für Instagram und Facebook. Ich mache es mir so einfach wie möglich. 🙂 Außerdem habe ich einen Newsletter, der stetig wächst und mit dem ich Interessierte auf dem Laufenden halte.

Aktives Netzwerken ist mittlerweile auch Teil meiner Strategie. Ich habe dadurch bereits tolle Kunden und Business-Buddys gefunden, mit denen ich mich regelmäßig austausche. Dabei finde ich es superwichtig, nicht jeder neuen Bekanntschaft sofort das eigene Angebot unter die Nase zu reiben. Ein wertschätzender und offener Austausch bleibt garantiert mehr in Erinnerung als eine Verkaufsnachricht.

In wieweit helfen Dir Portale wie www.freelancexpress.de bei der Jobsuche?

Viele Kunden haben keine Ahnung, wo und wie sie qualifizierte Freelancer finden können. Portale wie freelanceXpress füllen diese Lücke und sind eine super Schnittstelle für Freelancer und Auftraggeber. Ich bin auf einigen Portalen angemeldet und verpasse meinen dortigen Profilen regelmäßig ein Update. Dadurch wurde ich schon öfter angefragt und gebucht.

Was inspiriert Dich bei Deiner Arbeit und wie gehst Du mit einem kreativen Tief um?

An manchen Tagen fühle ich mich wie eine ausgequetschte Zitrone, uninspiriert und mit null Ideen. Meine besten Ratgeber sind in diesem Fall Bewegung und frische Luft. Außerdem finde ich es wichtig, die eigenen „Kreatiefs“ zu akzeptieren und sich nicht zusätzlich unter Druck zu setzen. Das blockiert nur noch mehr. Entspannung ist die Lösung. Spätestens am nächsten Morgen wache ich dann mit neuer kreativer Power auf.

Meine größten Inspirationsquellen sind die Natur, (Sach-) Bücher, der direkte Austausch mit Kunden und meinen Business-Buddys.

Welche Aspekte der freiberuflichen Tätigkeit sind für Dich besonders spannend?

Puh, da gäbe es viel zu erzählen. Die Selbstständigkeit bringt einen Wachstumsschub nach dem nächsten mit sich. Denn wer selbstständig ist, muss zwangsläufig an sich arbeiten. Allein die Fähigkeit, sich jeden Tag aufs Neue zu motivieren und mit voller Konzentration an Kundenprojekten zu arbeiten, ist eine Herausforderung. Mich selbst gut zu führen und mir eine gnädige Chefin zu sein, ist tatsächlich die schwierigste und spannendste Aufgabe für mich.

Wie siehst Du Deine Freelancer-Tätigkeit mit Blick auf die Zukunft?

Meine Reise geht definitiv noch weiter. Mittelfristig möchte ich (auch) als Mindset-Coach arbeiten und Online-Kurse anbieten. Das ist es auch, was ich an der Selbstständigkeit am meisten liebe: Ich kann mich permanent neu erfinden und extrem schnell auf die Bedürfnisse meiner Wunschkunden eingehen – ohne irgendjemanden um Erlaubnis zu fragen.

Vielen Dank für das Interview!

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