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Unsere Freelancer im Interview: Jesica Duran

Jesica Duran kam vor 6 Jahren von Kolumbien nach München. Die Kommunikationsdesignerin arbeitet gern an der Animation und Digitalisierung der Bildungsmaterialien im Bereich Nachhaltigkeit und Lebensstil, worin auch ihre Leidenschaft und Stärke liegt. Im Interview hat Jesica uns Einblicke in ihren beruflichen Alltag gegeben.

Woher kommst Du? Seit wann bist Du selbstständig? Was hast Du gelernt bzw. vor der Selbstständigkeit ausgeübt? In welchem Bereich hast Du Dich spezialisiert, bzw, was ist Dein Fachgebiet.

Ich kam vor 6 Jahren aus Kolumbien nach München. Dort absolvierte ich die 3-jährige Ausbildung als Kommunikationsdesignerin. Gleich nach meiner Ausbildung stieg ich in die Umsetzung von Bildungsmaterialien ein. Dabei unterstütze ich ein Team von Pädagogen, die die Inhalte erarbeiten, die ich dann grafisch und kreativ umsetzte.

Aktuell arbeite ich an der Animation und Digitalisierung der Bildungsmaterialien im Bereich Nachhaltigkeit und Lebensstil, worin auch meine Leidenschaft und Stärke liegt. Ich mag es, wenn eine Geschichte lebendig wird und ich den Charakteren eine Persönlichkeit geben kann.

Was hat für Dich den Ausschlag für das freiberufliche Leben gegeben und mit welchen Problemen hattest Du zu Beginn der Tätigkeit zu kämpfen?

Ich kann meiner Kreativität freien Lauf lassen, kann meine inhaltlichen Schwerpunkte selber wählen und kann über die Zeit, wann ich kreativ sein kann, selber bestimmen. Leider verfügen oft interessante Projekte über wenig Budget, so dass Projekte an das Budget angepasst werden müssen, was aber oft auch einen Qualitätsverlust bedeutet.

Wie sieht ein ganz normaler Arbeitstag für Dich als Freelancer aus?

Ich stehe früh auf und versuche mir ganz feste Arbeitszeiten mit entsprechenden Pausen vorzugeben. Ich stelle dazu auch meine Stoppuhr ein, wenn ich anfange und wenn ich beende, um so die Kontrolle über die Zeit zu behalten. Leider aber klappt das nicht immer so, denn wenn ich gerade in einer wichtigen Phase bin oder gerade die kreativen Gedanken sprühen, haben diese dann Vorrang.

Inwieweit betreffen Dich Krisen wie z.B. COVID-19? Wie sicherst Du Deine Existenz in solchen Zeiten?

Gerade in solchen Zeiten wird ganz genau hingeschaut, was unbedingt notwendig ist. Und da fallen oft kreative Projekte dem Rotstift zum Opfer. Aber ich meine, dass gerade in schwierigen Zeiten das Kreative sehr wichtig ist. Als Freelancer wird es dadurch oft auch schwierig, genügend Aufträge zu bekommen. Für mich ist es deshalb immer wichtig, sich in guten Zeiten Rücklagen aufzubauen, um dann Durststrecken überstehen zu können.

Wie vermarktest Du Dich selbst und Dein Freelancer Business?

Ich versuche durch soziale Medien (Instagram, Behance und meine Webseite) meine interessantesten Projekte darzustellen. Außerdem versuche ich die Kontakte zu meinen Kunden aufrechtzuerhalten, auch wenn ein Projekt abgeschlossen ist.

Welche Aspekte der freiberuflichen Tätigkeit sind für Dich besonders spannend?

Als Freiberufler kann ich mir meinen Stil erhalten und an ihm frei experimentieren. Ich bin nicht fest an eine Firma gebunden und muss das umsetzen, was andere von mir erwarten. Ich kann entscheiden, welches Projekt mir liegt und kann mit dem Kunden gemeinsam ein Projekt entwickeln, wo ich meine Inspirationen und Stärken in das Projekt geben kann. Meine persönlichen Schwerpunkte liegen im Bereich Nachhaltigkeit und Lebensstil, die ich auch in meinem persönlichen Leben umsetze.

Was inspiriert Dich bei Deiner Arbeit und wie gehst Du mit einem kreativen Tief um?

Meine Inspirationen tauchen auf, wenn ich spazieren gehe, durch eine Farbe oder einen Geruch. Ich nehme meine Umgebung immer als Inspiration wahr, egal ob ich in der U-Bahn sitze, in der Fußgängerzone unterwegs bin oder mich in der Natur bewege. Einen „kreativen Kopf zu haben“ ist nicht immer leicht, denn auch die Füller der Inspirationen kann lähmen, weil man sich nicht entscheiden kann und immer auf der Suche nach noch was Besserem ist.

Wie siehst Du Deine Freelancer-Tätigkeit mit Blick auf die Zukunft?

Ich glaube, dass der Markt an digitalen Medien größer werden wird, vor allem im Bildungsbereich, wo es noch große Defizite gibt. Seriöse Bildungsinhalte, gerade auf dem Gebiet der Nachhaltigkeit, interessant, pädagogisch und methodisch gut aufgearbeitet, wird es in Zukunft sicher einen Markt geben. Und gerade das ist mir persönlich auch ein Anliegen.

Wie gehst Du damit um, wenn es zwischen Dir und Deinem Auftraggeber zwischenmenschlich nicht mehr harmoniert, Du aber nach wie vor gerne den Auftrag ausführen möchtest?

Ich versuche das dann ganz konkret anzusprechen, denn meist sind es nur Missverständnisse. Es sollte aber immer das Projekt im Mittelpunkt stehen.

Vielen Dank für das Interview!

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