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Unsere Freelancer im Interview: Kerstin Smirr

Als freie Journalistin und Texterin unterstützt Kerstin Smirr nicht nur Medienverlage mit ihren Beiträgen, sondern auch Presse- und Marketingabteilungen von Unternehmen. So verfasst sie beispielsweise Texte für Kunden- und Mitarbeiterzeitschriften, Websites und Blogs sowie Pressemitteilungen. Erfahre hier mehr von ihr:

Woher kommst Du? Seit wann bist Du selbstständig? Was hast Du gelernt bzw. vor der Selbstständigkeit ausgeübt? In welchem Bereich hast Du Dich spezialisiert, bzw. was ist Dein Fachgebiet?

Ich stamme aus dem rheinland-pfälzischen Trier und lebe heute in der Nähe von Nürnberg. Selbstständig bin ich seit 2018. Zuvor war ich zehn Jahre lang als Print- und Online-Redakteurin bei zwei verschiedenen Zeitungen und einem Wochenmagazin in Luxemburg angestellt.

In welchem Bereich hast Du Dich spezialisiert, bzw. was ist Dein Fachgebiet?

Im journalistischen Bereich schreibe ich vor allem Beiträge aus den Themenbereichen Familie, Garten und Gesundheit. Darüber hinaus verfasse ich Texte für die Unternehmenskommunikation, beispielsweise für Kunden- und Mitarbeiterpublikationen, Blogs und Websites sowie Pressemitteilungen.

Was hat für Dich den Ausschlag für das freiberufliche Leben gegeben und mit welchen Problemen hattest Du zu Beginn der Tätigkeit zu kämpfen?

Meine Familie. Ich habe immer gerne im Team gearbeitet und das Redaktionsleben geliebt, aber als Mutter fehlte es mir an zeitlicher Flexibilität. Als ich dann wegen eines Umzugs meine Festanstellung aufgab, war für mich klar, dass ich als Freelancerin weitermachen möchte. Ich habe zum Glück einen Beruf, der es mir erlaubt, auf selbstständiger Basis zu arbeiten.

Was inspiriert Dich bei Deiner Arbeit und wie gehst Du mit einem kreativen Tief um?

Wenn man so wie ich viel schreibt, ist es natürlich wichtig, viel zu lesen. Zu schauen, wie andere eine Geschichte oder ein Thema umsetzen, wie gewisse Formate genutzt werden. Es geht nicht darum, die Arbeit von Kolleginnen und Kollegen zu kopieren, sondern eigene Ideen daraus zu entwickeln.

Mit einem kreativen Tief habe ich glücklicherweise selten zu kämpfen. Aber wenn, nehme ich mir eine Auszeit. Meiner Meinung nach hilft es nur zu akzeptieren, dass es in einem bestimmten Moment nicht rund läuft. Dann kommt die Kreativität von allein wieder.

Welche Tipps würdest Du Deinen Freelancer-Kollegen mit auf den Weg geben, um erfolgreicher bei der Job-Gewinnung zu sein?

Das Wichtigste ist meiner Meinung nach eine eigene Website, gegebenenfalls mit einem integrierten Blog und suchmaschinenoptimierten Beiträgen. Ich selbst habe nach meiner Gründung Auftrag um Auftrag erledigt und war froh, gleich loszulegen. Im Rückblick würde ich mir schon zu Beginn ausreichend Zeit nehmen, um meine Website zu gestalten und mich online zu präsentieren.

Es geht dabei nicht nur darum, im Internet gefunden zu werden. Eine Website zwingt einen auch dazu, sich über seine genaue Positionierung klar zu werden, und das ist meiner Meinung nach ein wichtiger Schritt gerade zu Beginn. Darüber hinaus finde ich es ratsam, jene sozialen Netzwerke zu nutzen, auf denen potenzielle Kundinnen und Kunden zu finden sind.

Welche Aspekte der freiberuflichen Tätigkeit sind für Dich besonders spannend?

Dass ich mir mein Tätigkeitsfeld selbst abstecken kann. Auf der einen Seite ist es natürlich erst einmal eine Herausforderung, viele eigene Interessen zu kanalisieren und sich zu fokussieren. Auf der anderen Seite kann ich mein Angebot so stricken, dass es optimal zu meinen Stärken, Kenntnissen und Interessen passt.

Außerdem lerne ich enorm viel. Ich glaube, ich habe noch nie so viele Fachbücher gelesen und Marketing-Podcasts gehört. Eben weil man sich als Freelancerin nicht nur mit der eigenen kreativen Arbeit beschäftigt, sondern beispielsweise auch mit der Akquise. Ich weiß heute viel mehr über Webseiten-Gestaltung, Suchmaschinenoptimierung, E-Mail-Marketing und auch über Social Media, wo so vieles in Bewegung ist, weil es für mich in meiner eigenen Freiberuflichkeit wichtig ist. Dieses Wissen nutze ich in der Zusammenarbeit mit Kundinnen und Kunden, denn Texte im Business stehen nicht für sich, sondern sind Teil der Kommunikationsstrategie von Unternehmen.

Wie siehst Du Deine Freelancer-Tätigkeit mit Blick auf die Zukunft?

Ich glaube, dass die Digitalisierung generell ein enormes Potenzial für eine Freelancer-Tätigkeit bietet. Was mein Tätigkeitsfeld anbelangt, ist die Nachfrage sicherlich da. Viele Verlage verkleinern ihre Redaktionen und sind auf Unterstützung von außen angewiesen. Was die Unternehmenskommunikation anbelangt, ist das Bereitstellen von nutzwertigen Inhalten bei vielen Firmen ein wichtiger Baustein. Daher sehe ich positiv in die Zukunft.

Vielen Dank für das Interview!

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