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Unsere Freelancer im Interview: Lynn Kühner

Lynn Kühner ist als freiberufliche Autorin und Moderatorin im Bereich Radio, TV und Podcasting tätig. Sie konzipiert und produziert TV- und Radiobeiträge und Podcasts, dabei ist sie sowohl vor als auch hinter Kamera und dem Mikrofon. Außerdem arbeitet Lynn für einen Digitalverlag an Buchprojekten mit. Seit Anfang 2020 hat sie ihren eigenen Podcast „BOSSYOURSELF – selbstbestimmt freelancen“ – für FreiberuflerInnen und alle, die es noch einmal werden wollen.

Woher kommst Du? Seit wann bist Du selbstständig? Was hast Du gelernt bzw. vor der Selbstständigkeit ausgeübt? In welchem Bereich hast Du Dich spezialisiert, bzw. was ist Dein Fachgebiet?

Ich bin Lynn Kühner, freiberufliche Journalistin und Podcasterin aus Hamburg. Genauer heißt das: Ich arbeite freiberuflich in der Redaktion eines bekannten privaten Radiosenders, für eine Filmproduktionsfirma als TV Autorin und Moderatorin, für einen Digitalverlag als Interviewerin und als Podcastberaterin. Außerdem habe ich meinen eigenen Podcast „BOSSYOURSELF – selbstbestimmt freelancen“ Anfang 2020 gestartet. Darin spreche ich über alles, was Freelancer wissen wollen und müssen. Fulltime Freiberuflerin bin ich seit ich mein Medienwissenschaften Master Mitte 2019 beendet habe. Auch wenn es sich eher spontan so ergeben hat, kann ich jetzt sagen, dass ich sehr gerne Freiberuflerin bin.

Was hat für Dich den Ausschlag für das freiberufliche Leben gegeben und mit welchen Problemen hattest Du zu Beginn der Tätigkeit zu kämpfen?

Ich habe während meinem Studium immer gearbeitet und schon viele praktische Erfahrungen gesammelt und mir einen Kundenstamm aufgebaut. Ich habe mich dann für die Freiberuflichkeit entschieden, weil ich dort zum Einen höhere Verdienstmöglichkeiten gesehen habe und zum Anderen dadurch meine Jobs miteinander kombinieren kann ohne etwas aufgeben zu müssen. Natürlich hatte ich Sorgen, ob das alles gut geht. Der ganze Papierkram, Entscheidungen bei Versicherungen und Co, die Sorge ums Einkommen – am Anfang hat mir das alles durchaus Bedenken gemacht. Aber je mehr man sich informiert und ins Angstthema reingeht, desto besser wird die Haltung.

Wie sieht ein ganz normaler Arbeitstag für Dich als Freelancer aus?

Tatsächlich sehen meine Arbeitstage immer anders aus, das liebe ich. Mal habe ich „normale“ Büroarbeit zuhause, mal bin ich draußen unterwegs und organisiere Filmdrehs, mal bin ich im Funkhaus und mal im Büro der Filmproduktionsfirma. Dadurch hab ich viel örtliche und inhaltliche Abwechslung und immer mal Kollegen und Kolleginnen um mich.

Welche Tipps würdest Du Deinen Freelancer Kollegen mit auf den Weg geben, um erfolgreicher bei der Job-Gewinnung zu sein?

Man muss sich als erstes Gedanken darüber machen, was man will. Positionierung ist irre wichtig. Wenn man konkret weiß, welche Produkte bzw. Dienstleistungen man verkaufen kann, wird die Akquise so viel leichter. Sich ein Netzwerk aufzubauen ist auch absolut unerlässlich – viele Jobs werden über Bekannte vergeben und kommen gar nicht erst in öffentliche Stellenbörsen.

In wieweit helfen Dir Portale wie www.freelancexpress.de bei der Jobsuche?

Ich finde es super, dass es Portale speziell für FreiberuflerInnen gibt!

Das Angebot schwankt je nach Branche ziemlich und es hilft, wenn die potentiell passenden Jobs dann gebündelt zu finden sind. Ich würd mir wünschen, dass zukünftig noch mehr Jobs aus den Bereichen Textarbeit, Moderation und Podcasting dazukommen.

Welche Aspekte der freiberuflichen Tätigkeit sind für Dich besonders spannend?

Ich liebe die Möglichkeit, mir meine Zeit weitgehend frei einteilen zu können und individuell auf mich abzustimmen. Auch die örtliche Ungebundenheit ist ein großer Vorteil. Was ich aber am meisten schätze: Ich kann mir die Projekte und Tätigkeiten aussuchen, die mir am meisten Spaß bringen und die ich am besten kann.

Was inspiriert Dich bei Deiner Arbeit und wie gehst Du mit einem kreativen Tief um?

Ich ziehe viel Inspiration aus Unterhaltungen mit anderen FreiberuflerInnen und meinen KollegInnen.

Wenn ich mal keine Ideen hab, quatsch ich eine Runde mit denen und dann kommt meist auch schon ein Kreativitätsschwall. Manchmal hilft es aber auch einfach, eine kleine Pause einzulegen und am nächsten Tag neu zu starten.

Wie siehst Du Deine Freelancer-Tätigkeit mit Blick auf die Zukunft?

Ich bin ständig drauf und dran, mich weiterzubilden und besser zu werden in dem, was ich tue. Ich hab große Pläne und blicke daher sehr gespannt in die Zukunft. Eine Festanstellung kann ich mir zur Zeit überhaupt nicht vorstellen, denn ich liebe die Möglichkeiten, die ich als Freiberuflerin habe.

Vielen Dank für das Interview!

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