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Unsere Freelancer im Interview: Marcia Scharf

Mit Schreiben als Leidenschaft im Gepäck begann Marcia Scharf ihr Crossmedia-Redaktion Studium an der Hochschule der Medien in Stuttgart. Seitdem verbringt sie tagtäglich damit Geschichten über verschiedene Kanäle hinweg so aufzubereiten, dass sie den Leser faszinieren und im Gedächtnis bleiben.

Woher kommst Du? Seit wann bist Du selbstständig? Was hast Du gelernt bzw. vor der Selbstständigkeit ausgeübt? In welchem Bereich hast Du Dich spezialisiert, bzw., was ist Dein Fachgebiet?

Ich bin Marcia und wohne im schönen Stuttgart mitten im „Ländle“. Nach einer Ausbildung zur Kauffrau für Marketingkommunikation habe ich Crossmedia-Redaktion an der Hochschule der Medien studiert. Nach meinem Abschluss dort habe ich in verschiedenen großen Agenturen im Bereich Corporate Communication gearbeitet, unter anderem für Kunden wie dm Drogeriemarkt, Citroën, Bosch Home and Garden (international) oder Bosch global.

Im Januar 2020 habe ich entschieden mich selbstständig zu machen, was zur Folge hatte, dass ich pünktlich zum Beginn der Corona-Krise selbstständig war. Das war ein ziemliches Abenteuer und ein klassischer Sprung ins kalte Wasser.

Durch meine Kompetenz im Online-Bereich kann ich aber trotz Krise spannende Projekte betreuen. Denn gerade jetzt ist Online-Kommunikation und Social Media wichtiger denn je.

Was hat für Dich den Ausschlag für das freiberufliche Leben gegeben und mit welchen Problemen hattest Du zu Beginn der Tätigkeit zu kämpfen?

Ich arbeite als Texterin und Konzepterin und bin somit jeden Tag vor die Herausforderung gestellt kreativ sein zu „müssen“. Das macht mir auch unheimlich viel Spaß. Allerdings habe ich irgendwann gemerkt, dass mich der „9 to 5“ Arbeitsalltag daran eher hindert kreativ zu arbeiten, als dass es meine Kreativität gefordert hätte. Ich habe es vermisst, meine Zeit so zu gestalten, wie es für mich am besten ist. Wenn ich jetzt eine Pause brauche, um den Kopf frei zu bekommen, dann nehme ich mir die. Wenn ich den ganzen Sonntag arbeiten will, weil es gerade gut läuft, dann tue ich das. Die Strukturen in einer Festanstellung haben das leider nicht zugelassen.

Wie sieht ein ganz normaler Arbeitstag für Dich als Freelancer aus?

Das ist immer unterschiedlich und das schätze ich sehr. Aber meistens sitze ich um 9 Uhr oder früher an meinem Arbeitsplatz und organisiere den Tag, welche Calls und Meetings anstehen, welche Deadlines es an diesem Tag gibt und was sonst noch erledigt werden muss. Dann geht die Arbeit los. Wie lange der Arbeitstag dann geht, hängt ganz von den Aufgaben ab, die es zu erledigen gibt.

Welche Tipps würdest Du Deinen Freelancer Kollegen mit auf den Weg geben, um erfolgreicher bei der Job-Gewinnung zu sein?

Ich glaube es ist sehr wichtig, dass man sich selbst nicht kleinredet. Die meisten Freelancer arbeiten sehr viel und organisieren sich dazu noch selbst. Ich finde es wichtig ruhig einmal zu sagen, was man schon alles gemeistert hat, welche Referenzen man hat. Viele sehen ihre Referenzen oft als zu selbstverständlich.

In wieweit helfen Dir Portale wie www.freelancexpress.de bei der Jobsuche?

Zum einen findet man Projekte und Jobs von Firmen, an die man vielleicht bei der Akquise überhaupt nicht gedacht hätte. Zum anderen bekommt man einen sehr guten Überblick über die Kompetenzen, die gerade gefragt sind und kann sich so entsprechend weiterentwickeln und seine eigenen Schwerpunkte setzen.

Welche Aspekte der freiberuflichen Tätigkeit sind für Dich besonders spannend?

Den direkten Kundenkontakt finde ich besonders spannend. Man trägt als Freelancer ein gewisses Risiko, was die eigene Arbeit angeht und man ist immer in der Verantwortung alles tadellos abzuliefern. Dennoch hat man ein ganz anderes Verhältnis zu Kunden, da man direkt im Kontakt steht und, wie ich finde, besser zusammenarbeiten kann. Man versteht sich besser und geht anders an Konflikte heran.

Wie bringst Du Dich in deinem Fachgebiet auf den neusten Stand?

Lesen, hören, sehen. Ich lese viele fachspezifische Newsletter und versuche auch im allgemeinen Weltgeschehen auf dem neuesten Stand zu bleiben. Ich glaube, man darf sich nicht beschränken. Ich lese nicht nur Dinge, die direkt etwas mit meinem Beruf zu tun haben, sondern vor allem auch das, was mich persönlich interessiert. Dabei hatte ich noch nie das Gefühl etwas gelernt zu haben, was mir nicht auch im Beruf etwas bringen würde.

Manchmal inspiriert ein Text oder man schaut einen Blockbuster und hört ein Zitat, das einen noch lange begleitet. Meiner Meinung nach ist es am wichtigsten neugierig zu bleiben und stets die Augen und Ohren offen für neue Impulse zu haben. In meinem Beruf speziell ist umfassendes Wissen vor allem auch im Bereich Social Media sehr wichtig.

Vielen Dank für das Interview!

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