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Unsere Freelancer im Interview: Becky Frisch

Becky Frisch

Becky Frisch verleiht mit großer Leidenschaft Texten den letzten Schliff und perfektioniert sie bis ins letzte Detail. Sie übernimmt daher die sprachliche Optimierung Deiner Texte, erstellt und editiert neue und bestehende Texte aller Art und findet die richtigen Worte hinsichtlich des Aufbaus und des Stils. Uns hat sie mehr über sich und ihre Arbeit erzählt.

Woher kommst Du? Seit wann bist Du selbstständig? Was hast Du gelernt bzw. vor der Selbstständigkeit ausgeübt? In welchem Bereich hast Du Dich spezialisiert, bzw. was ist Dein Fachgebiet?

Schreiben hat mich schon immer begeistert. Bereits in der Schule gab es nichts Größeres für mich, als einen Aufsatz zu schreiben oder eine Inhaltsangabe zu verfassen. Im Laufe der Jahre entwickelte sich dann ein Gespür für Formulierungen – und ein Tick, Texte ständig auf eventuelle Fehler korrigieren zu müssen. Meine Freunde nennen mich deswegen liebevoll „die Grammatikpolizei“ oder „die Rechtschreibfee“.

Ich bin mit riesiger Leidenschaft dabei, Texten den letzten Schliff zu verleihen und bis ins letzte Detail zu perfektionieren.

Nach einer klassischen kaufmännischen Ausbildung bei einer Behörde, habe ich die darauffolgenden acht Jahre meine Kreativität als Visual Merchandiser bei einer schwedischen Modekette ausgelebt. Seit 2012 arbeite ich in der Steuerbranche, betreue hier unter anderem die Social-Media-Kanäle meiner Kanzlei und füttere diese regelmäßig mit Texten.

Getreu dem Motto „Wenn nicht jetzt, dann vermutlich nie mehr.“ habe ich die erste Zeit der Corona-Pandemie genutzt, um mir darüber klar zu werden, dass ich den Weg in die Selbständigkeit nun definitiv gehen möchte. Die ein oder anderen zärtlichen Tritte aus meinem Freundeskreis haben mir dann den abschließenden Impuls gegeben.

Mitte Juli habe ich meine Website dieschreibschneiderei.de gelauncht und betreibe seither meine Schreibschneiderei als Kleingewerbe. Seitdem versorge ich bei Instagram meine Abonnenten mit regelmäßigem Content.

Da ich im Herzen ein ewiges Mädchen bleiben werde, schreibe ich am liebsten über alles, was damit zusammenhängt: Mode, Beauty, Lifestyle. Mädchenkram eben. Aufgrund meiner vielseitigen Vita habe ich aber keinerlei Berührungsängste mit anderen Branchen. Zu meinen Kunden zählen Recruiting-Agenturen und Interim-Managements, Umzugsunternehmen und Coaches aus dem sozialen Bereich gleichermaßen wie Menschen, die eine professionelle Bewerbung benötigen.

Website Referenz
Wie sieht ein ganz normaler Arbeitstag für Dich als Freelancer aus?

Da ich meine Schreibschneiderei als Kleingewerbe betreibe, gehe ich vier Tage pro Woche vormittags in meiner Kanzlei meiner Tätigkeit als Office- und Prozessmanagerin nach. Mittags und freitags gehe ich im Homeoffice meiner Leidenschaft des Textens nach. Bei gutem Wetter verlagere ich meinen Arbeitsplatz einfach ins Freie. Bei schlechtem Wetter kuschele ich mich auch mal gerne mit meinem Laptop ins warme Bett. Die Selbständigkeit bietet mir einfach eine wahnsinnige Flexibilität, wofür ich sehr dankbar bin.

Wie vermarktest Du Dich selbst und Dein Freelancer Business?

Entgegen meiner Erwartungen muss ich gestehen, dass die meisten meiner Aufträge bisher über Instagram zustande kamen. Natürlich ist mir nichts zugeflogen. Es ist harte Arbeit, sich hier ein Stück weit durchzusetzen und abzuheben. Und den Menschen Gründe zu bieten, weshalb es sich lohnt, dauerhaft zu folgen. Bei meinem Content versuche ich daher eine Mischung aus Mehrwert und persönlichen Beiträgen zu veröffentlichen. Mit regelmäßigen Blogbeiträgen lade ich auf meine Website ein und habe dadurch ebenfalls schon Kunden gewinnen können.

Ich habe vor ein paar Tagen zudem – ganz oldschool – Flyer in Auftrag gegeben, die ich bei namhaften regionalen Unternehmen verteilen möchte. Ich bin schon ganz gespannt, wie diese Aktion verlaufen wird.

Webauftritt Referenz
Was inspiriert Dich bei Deiner Arbeit und wie gehst Du mit einem kreativen Tief um?

Der Blick in die rehbraunen Augen meiner zuckersüßen Hündin Rosi motiviert mich Tag für Tag. Sie ist mein Inspirationselixier.

Doch selbst der kreativste Kopf hat mal ein Tief. Ich finde dann partout keinen Einstieg in meine Zeilen. Die imaginäre Glühbirne bleibt einfach aus. Ich bin in diesen Momenten sehr dankbar dafür, dass wir eine Wohnung inmitten der Natur gefunden haben. Manchmal genügt ein Blick ins Grüne aus dem Fenster, manchmal ein Spaziergang mit Rosi. An anderen Tagen hilft gar nichts – dann erzwinge ich es aber auch nicht und lasse es gut sein. Sacken lassen, Schokolade essen, eine Nacht darüber schlafen und am nächsten Tag sieht die Welt schon wieder bunter aus.

Wie siehst Du Deine Freelancer-Tätigkeit mit Blick auf die Zukunft?

Zwar kann jeder Mensch seine Message zu Papier bringen, doch nicht jeder besitzt die Gabe, sich eloquent auszudrücken. Da für uns Menschen das Visuelle stark im Vordergrund steht, ist es für viele zudem schwer nachvollziehbar, welche Leistung eine Texterin/ein Texter erbringt.

Ein Beispiel: Eine Website entsteht und alle sind auf Anhieb komplett aus dem Häuschen, wie schön und gelungen die Optik der Seite wurde. Die Texte, welche essenziell für das Angebot der Leistungen, Services und Produkte sind, werden im ersten Stepp übersehen. Mehr noch: Sie werden aus unbewusster Selbstverständlichkeit übersehen. Und das, obwohl nicht die Logos oder Bilder, sondern ausschließlich die Texte auf einer Website von Suchmaschinen gefunden werden und das letztendlich die Besucher auf die Seite leitet. Salopp gesagt: Suchmaschinen hätten ohne Texte keine Daseinsberechtigung. Ohne Texter/-innen würden zudem alle Websites nur aus Farben, Bildern und leeren Formen bestehen. Kein Mensch würde auf Anhieb verstehen, was Sinn und Zweck hinter all dem ist. Ich bin also sehr zuversichtlich, dass es immer Bedarf an guten Texterinnen und Textern geben wird.

Werbeslogan Referenz
Wie gehst Du damit um, wenn es zwischen Dir und Deinem Auftraggeber zwischenmenschlich nicht mehr harmoniert, Du aber nach wie vor gerne den Auftrag ausführen möchtest?

Wenn es zwischenmenschlich nicht mehr harmoniert, stelle ich mir eine weitere Zusammenarbeit extrem schwer vor. Auch die größte Professionalität kann hier die Stimmung nicht mehr kitten. Ich würde in dieser Situation nicht an der Zusammenarbeit festhalten. Glücklicherweise genießt man als Freelancer jedoch den Luxus, sich seine Kunden aussuchen zu können. So kristallisiert sich recht schnell heraus, ob ein wertschätzender und respektvoller Umgang möglich ist. Ich verlasse mich hier auf mein Bauchgefühl – das hat mich bisher selten getäuscht.

Welche Tipps würdest Du Deinen Freelancer Kollegen mit auf den Weg geben, um erfolgreicher bei der Job-Gewinnung zu sein?

Das Wichtigste ist, sich selbst treu zu bleiben und zu wissen, was man kann. Man sollte sich niemals unter Wert verkaufen oder eine Zusammenarbeit eingehen, die einem schon im Vorhinein kein gutes Bauchgefühl vermittelt.

Bleibt authentisch – das macht seriös und vermittelt einen selbstbewussten und professionellen Eindruck!

Vielen Dank für das Interview!

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